Zahnmorphologie

Zahnmorphologische Merkmale an Haizähnen

Erläuterungen zu den verwendeten Abkürzungen (Haizähne)

a) Ausrichtung der Einzelzähne

apikal: Zahnseite, die der Zahnspitze zugewandt ist.

basal: Zahnseite, die der Kronenspitze gegenüber liegt.

distal: Zahnseite, die zum Gaumen hin orientiert ist.

labial: Außenseite des Zahnes; Zahnfläche, die zu den Lippen hin orientiert ist.

lingual: Innenseite des Zahnes; Zahnfläche, die zur Zunge hin orientiert ist.

mesial: Zahnseite, die zur Mundspitze hin orientiert ist.

occlusal:  ahnseite, die zur Kaufläche hin orientiert ist.

Odontaspider Zahntyp

b) Krone

(dLd) distale Lateraldentikel: kleine, seitliche Nebenspitzchen auf der zum Gaumen zugewandten Zahnseite.

(dS) distale Schneide: dem Gaumen zugewandter Schmelzrand des Zahnes.

(dTa) Talon: Schmelzausläufer; Zahnschmelz, der sich auf der dem Gaumen zugewandten Seite in flachem /oder steilem Bogen fortsetzt.

(Kr): Krone: mit Zahnschmelz überzogener Teil des Zahnes.

(laKbr) labialer Kronenbasisrand: unterer Kronenrand am Übergang zur Wurzelfläche auf der Außenseite.

(laZkf) labialer Zahnkronenfortsatz: Tablier; Apron; breit auslaufender, am unteren Rand meist unscharf begrenzter Schmelzfortsatz auf der Zahnaußenseite der Zahnkrone.

(liKbr) lingualer Kronenbasisrand: unterer Kronenrand am Übergang zur Wurzelfläche auf der Innenseite.

(liZkf) lingualer Zahnkronenfortsatz: Zäpfchen; Uvula; spitz auslaufender Schmelzfortsatz auf der Zahninnenseite der Krone.

(mK) medianer Kiel: Schmelzwulst am unteren Rand der äußeren Kronenbasis.

(mLd) mesiale Lateraldentikel: kleine, seitliche Nebenspitzchen auf der zur Mundspitze zugewandten Zahnseite.

(mS) mesiale Schneide: der Mundspitze zugewandter Schmelzrand des Zahnes.

(Sfa) Schelzfalten: unterschiedlich stark ausgebildete Aufwerfungen des Zahnschmelzes auf der Kroneninnen­seite und /oder im unteren Teil des äußeren Kronenrandes.

(sKr) sigmoidale Krümmung: s-förmige Krümmung der Zahnkrone.

Squalider Zahntyp

c) Wurzel

(dWa) distaler Wurzelast: Wurzelast, der dem Gaumen zugewandt ist.

(dWf) distale Wurzelfläche:  Wurzelfläche auf der Außenseite des Zahnes.

(Fo) Foramen: meist kreisrunde Öffnung, durch die die Blut- und Nervengefäße ins Zahninnere führen.

(iWp) interne Wurzelprotuberanz: Wurzelaufwölbung im oberen Teil der Wurzelfläche auf der Innenseite.

(laFo) labiale Foramen: kleinere oder größere Öffnungen der Blut- und Nervengefäße auf der äußeren Wurzelfläche.

(laÜf) labiale Überlappungsfläche: Auflagefläche des Nachbarzahnes bei einigen Squaliden auf der Zahnaußenseite.

(laWf) labiale Wurzelfläche: Wurzelfläche auf der Außenseite des Zahnes.

(liFo) linguale Foramen: kleinere oder größere Öffnungen der Blut- und Nervengefäße auf der inneren Wurzelfläche.

(liÜf) linguale Überlappungsfläche: meist deutlich begrenzte Depression auf der Zahninnenseite; Auflagefläche des Nachbarzahnes bei einigen Squaliden.

(liWf) linguale Wurzelfläche: Wurzelfläche auf der Innenseite des Zahnes.

(mWa) mesialer Wurzelast: Wurzelast, der der Mundspitze zugewandt ist.

(Nk) Nährkanal: mehr oder weniger deutliche rillenartig Einkerbung auf der Wurzelinnenseite, die zum Nährloch führt.

(Nz) Nackenzone: schmale Grube am  unteren Rand der Zahnkroneninnenseite.

(zFo) zentrales Foramen: großes Nährloch im Wurzelzentrum.

Dasyatider Zahntyp

B) Zahnmorphologische Merkmale an Rochenzähnen

Erläuterungen zu den verwendeten Abkürzungen (Rochenzähne)

(baWf) basale Wurzelfläche: die meist abgeflachte Sohle der beiden Wurzeläste.

(dWa) distaler Wurzelast: Wurzelast, auf der dem Gaumen zugewandten Zahnseite.

(Fo) Foramen: kleine, kreisrunde Öffnungen auf der Zahn Unterseite, durch die die Blut- und Nervengefäße ins Zahninnere führen.

(laDe) labiale Depressionsfläche: runde oder ovale Vertiefung auf der den Lippen zugewandten Seite der Kaufläche.

(laE) laterale Ecken: seitliche Ecken; eine gedachte Verbindungslinie beider Punkte markiert die Grenze zwischen Innen- und Außenseite Zahnkrone.

(laK) labiale Kronenfläche: den Lippen zugewandte Fläche der Krone (Kronenaußenseite).

(laS) labialer Schild: schildartige Zahnkronenfläche, die sich nach der Zahnaußenseite hin orientiert.

(liKi) lingualer Kiel: Schmelzkante, die sich in vertikaler Richtung auf der Zahninnenseite über fast die ganze Kronenhöhe erstreckt.

(liRf) linguale Randfläche: konkav gewölbte Fläche der Zahninnenseite, die sich beidseitig an den lingualen Kiel anschließen.

(liS) lingualer Schild: schildartige Zahnkronenfläche, die sich nach der Zahninnenseite hin orientiert.

(liWk) linguale Wurzelkerbe: schmale Furche zwischen den beiden Wurzelästen.

(mWa) mesialer Wurzelast: Wurzelast, auf der der Mundspitze zugewandten Zahnseite.

(tvG) transversaler Grat: eine von mesial nach distal über die ganze Kronenbreite verlaufende scharfe oder schwach gerundete Schmelzkante.

(UlaS) Unterseite des lateralen /lingualen Schildes: s.o.

(Zfo) Zentralforamen: großes Nährloch im Zentrum des Nährkanals auf der Zahnunterseite

 

B) Zahntypen

S  =  Symphysenzahn

A  =  anteriäre Zähne (vordere Fangzähne)

I  =  intermediäre Zähne (Lückenzähnchen)

L  = Lateralzähne (seitliche Zähne)

P  = posteriäre Zähne (Mundwinkelzähne)

dargestellt am Beispiel von Carcharias taurus (umgezeichnet nach Bass et al. 1975: